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Die meiste Zeit seines jetzigen Lebens verbringt Herman mit seinen Hermits in Hotels. Jetzt will er selbst eins kaufen.
'Nachdem ich in so vielen verschiedenen Hotels gewohnt habe, kenne ich zo ziemlich alle Vor- und Nachteile, die ein Hotel mit sich bringt. Und wenn ich selbst ein Hotel eröffne, weiss ich so gut wie kaum ein Anderer, wie mein Hotel geführt werden muss! All das, was mich in anderen Hotels gestört hat, wird in meinem nicht vorkommen! Das fängt mit dem furchtbaren Frühstück an, das in vielen Hotels, serviert wird und hört mit der oft unpersönlich kalten Hotelzimmereinrichtung auf.' |
Erst sitzt Du eine halbe Stunde, bis überhaupt ein Ober kommt, dann wartest Du noch eine halbe Stunde auf das Essen, das Du dann in zehn Minuten gegessen hast! Wenn man auf Tournee ist, kann man in der Beziehung schon einiges erleben! Essen zu gehen, ist immer eine abenteurliche Sache!' 'Herman ist immer sehr eigenwillig gewesen, als Kind schon,' erzählte mir sein Vater. 'Er beschloss, dieses oder jenes zu tun, machte es dann auch, ohne irgendeinen von uns zu fragen.' 'Für den Judy Garland-Film Kopfloser Reiter" wurde zum Beispiel ein Junge für eine mittlere Rolle gesucht. Herman sagte nichts zu uns! Er stand früh, als wir noch schliefen, auf, packte seinen Koffer und fuhr nach London, um sich für die Rolle vorzustellen. Wir dachten, er sei bei irgendeinem Freund, und machten uns keine Sorgen, auch nicht, als er am Abend nicht zurückkam, da er oft bei seinem Freund übernachtete. Nun, wir erfuhren erst am nächsten Abend von ihm, dass er sich in der Schauspielschule mit 80 anderen Jungen vorgestellt hatte, und dass er die Rolle bekommen hatte!' 'Was Herman nicht gewusst hatte, war, dass der Film in Griechenland gedreht werden würde, und dass die Dreharbeiten neun Monate dauerten. Da spielte ich nicht mit, weil er sich meiner Meinung nach nicht leisten konnte, solange in der Schule zu fehlen. Herman war zwar sehr enttäuscht, aber er sah unsere Argumetation ein. Damals war er 12, aber das erste Mal auf der Bühne gestanden hatte er schon viel früher. Um genau zu sein, da war er fünf Jahre alt. Es war bei einer Weihnachtsschau für Kinder in Manchester, die Herman sich mit seiner Schwester. Denise ansah. Der Conférencier forderte die Kinder auf, irgendetwas zu tun, ein Gedicht aufzusagen, oder so. Herman war der erste, der auf die Bühne sprang. Er sang ein Lied, und Buttons, ein ziemelich bekannter Conférencier, wollte ihm als Belohnung eine grosse Tüte Bonbons geben. Aber Herman nahm sie nicht. Buttons fragte ihn, warum er die Bonbons nicht annehme, worauf er antwortete, seine Mutter habe ihm verboten, sich von Fremden Süssigkeiten geben zu lassen. Woraufhin Buttons ein Glas Marmelade auftrieb, und es Herman gab. Buttons wirkte ziemlich erleichtert, als Herman dann die Bühne verliess. Aber noch war der Ärger nicht vorüber, denn jetzt fing Denise an zu weinen, als sie Herman das Marmeladenglas auslöffeln sah. Sie meinte, Herman habe das gar nicht verdient und hörte nicht auf zu weinen, bevor Buttons nicht von der Bühne kam und ihr auch ein Glas Marmelade schenkte.' |